Die Prostitution – damals und heute

Die Prostitution ist in vielen Kulturen und Epochen zu finden, aber die gesellschaftliche Bewertung der Prostitution ist regional sehr unterschiedlich.

Wie soll die Gesellschaft mit der Prostitution umgehen?

Die Prostitution gibt es schon seit ewigen Zeiten, sie gehört sozusagen zum Menschsein.
In Athen galten Prostituierte in den Augen der Stadtbürger als verachtenswert, der Umgang mit ihnen war aber geduldet, weil er die Ehefrauen «entlastete» und den jungen Männern sexuelle Erfahrungen ermöglichte, was mit einer freien Bürgerin nicht möglich war. Prostituierte waren billig, so billig, dass sich sogar Sklaven ihre Dienste kaufen konnten. Viel teurer waren die Dienstleistungen der sogenannten Hetären, die über Bildung verfügten und tanzen sowie musizieren konnten. Sie verkauften weniger Sex als intelligente Unterhaltung.
In der Antike gab es die sogenannte Tempelprostitution. In Indien – noch heute – werden Strukturen beobachtet, die einer Tempelprostitution nahekommen.

Aristoteles noch brachte die Idee in die Welt, dass es in der Natur der Frauen liege, von Männern beherrscht zu werden. Damit die Männer ihren Lustinteressen nachgehen konnten, gab es staatlich organisierte Bordelle, in denen Sklavinnen arbeiteten. Das erste Bordell in Europa, schriftlich nachgewiesen, wurde in Athen im 6. Jahrhundert eingerichtet. Im Frühmittelalter gab es überall in Westeuropa öffentliche Bordelle.
Doch laut Martin Luther waren Prostituierte Gesandte des Teufels. Prostituierte wurden in der Folge europaweit verfolgt, sie wurden in Gefängnisse geworfen.

Prostitution wurde zwar verboten – doch sie verschwand nicht. Als die öffentlichen Bordelle verboten wurden, erlebten einige der Frauen einen ungeheimen Aufstieg. So entstand die Kurtisane des 17. Jahrhunderts. Sie lebte zurückgezogen und stand nur reichen Männern zur Verfügung. Sie war oft hochgebildet und konnte intensive Diskussionen ausfechten. Im 19. Jahrhundert finden wir zahlreiche Prostituierte als Romanfiguren. In Frankreich erschienen unzählige Liebesromane, die Prostituierte als zentrale Figur hatten und von romantischer Liebe erzählten.
Heutzutage ist Prostitution in manchen europäischen Ländern legal, bei anderen wird verboten und verfolgt.

In Deutschland seit 2002 gilt sie nicht mehr als sittenwidrig.

Als legal gilt die Prostitution in Deutschland, in der Schweiz, Belgien, Dänemark, Griechenland.

In vielen Ländern Europas gilt sie als verboten und illegal, wie z.B. Finnland, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Frankreich (Die Bordellkultur in Frankreich war bis zum Zweiten Weltkrieg weltberühmt, es gab Edelbordelle und Massenbordelle, doch nach in Kraft getretenem Gesetz vom 2016 ist sie illegal), Mazedonien, Serbien, Kroatien. In Bulgarien und Rumänien ist sie illegal, wird aber von Polizei geduldet.

 

 

2018-05-26T22:32:47+00:00 Sex Magazin|